Ein Volltreffer [Erstellt am: 04.08.2008, 421 mal gelesen]


















So könnte man wohl unsere Bezirks-Wasserbombenschlacht vom vergangenen Samstag beschreiben.

Die Idee stand schon seid einigen Monaten, bis zur Ausführung mussten wir jedoch auf wärmere Temperaturen warten. So sollte es kurz vor Ferienende, am 2. August noch einmal heiß hergehen. Etwa zwei Wochen vorher starteten dann die intensiven Planungen. E-Mails an Jugendleiter und Vorsteher wurden verschickt, per Mundpropaganda und ICQ wurde die Nachricht unerbitterlich weiter geleitet, die Flyer wurden in den Gemeinden aufgehängt. Wasserbomben, Wassereis und jede Menge Würstchen und Getränke mussten besorgt werden. Wer baut was, wo auf? Welche Spiele sollen veranstaltet werden? Wieviele Leute kommen überhaupt? Und vor allem - wie bekommen wir am meisten Geld? :-)

Um 12 Uhr trafen sich dann die Helfer, um alles auf die große Schlacht vorzubereiten. Die Autos waren bis zum Rand voll beladen, gut dass uns keiner so gesehen hat. Kisten und Eimer wurden ausgepackt, Handtücher im Jugendraum deponiert und die Schilder mit den Regeln aufgehängt. Nachdem Grill, Zelt, Tische und Bänke standen, begann der Knochenjob. Wasserbomben befüllen - und zuknoten. Bereits nach einiger Zeit begannen die ersten zu schwächeln. Schnell wurde gewechselt, damit die Knoten aus den Fingern wieder gelöst werden konnten. Doch dann der Schock. Wieder und wieder platze uns die gefährliche Ladung beim Transport ins Freie. So konnte es nicht weitergehen. Lasst eine kleine Luftblase drinnen - schallte der erste Tipp durch das Gebäude. Füllt zusätzlich Wasser in die Eimer, kam es aus der anderen Richtung. Und tatsächlich - nach und nach füllte sich unser Vorrat.

14 Uhr. Das Spektakel konnte beginnen. Auch wenn bisher nur wenige Besucher da waren, unsere fleißigen Helfer bestanden hauptsächllich aus Jugendllichen, und die hatten kein Problem, dass erste Spiel alleine auszufechten. Durch je 90 Wasserbomben war jedes der beiden Teams gut versorgt. Mit den Wasserbomben in der Hand ging es auf ins Gefecht. Es galt die Gegner nass zu machen und ihnen die Flagge zu entwenden. Beides wurde zur Genüge erfüllt. Doch noch schien die Sonne und trocknete die Sachen. Um die Zeit zum zweiten Spiel zu überbrücken, konnte man nun "freestylen". Innerhalb einiger Minuten waren die restlichen Wasserbomben verkauft und wir saßen auf dem Trockenen. In Windeseile mussten wir uns was für das nächste Spiel ausdenken, denn Wasserbomben auffüllen dauert seine Zeit. Während die fünf Wasserhähne liefen und liefen, ging draußen der Spaß weiter. Mittlerweile war unsere Schlacht gut besucht und vor allem die Kinder fanden diesen Samstag ganz besonder toll.
Anstand nun mit Wasserbomben Völkerball zu spielen, nahmen wir die üblichen Softbälle. Doch ein kleines Extra blieb uns gegönnt - damit auch alle ordentlich nass wurden, tunkten wir die Bälle in einen Eimer voll Wasser. Die Wirkung war bombastisch.
Für das nächste Spiel brauchte jeder Mitspieler eigene Wasserbomben, somit machten wir erstmal eine halbe Stunde Pause für Bratwürstchen, Salate und Kuchen. Dazu verkauften wir den überhitzen Spielern und Zuschauern Wassereis und guckten den Kleinsten zu, die es am lustigsten fanden, sich selbst und nicht jemand anderen nass zu machen.
Nach insgesamt einer Stunde Auffüll-Marathon ging es dann mit neuer Munition weiter. Während die mittlerweile triefenden Spieler ihr Pulver verschossen, sorgten die fleißigen Helfer hinter den Kulissen für immer mehr Nachschub. Doch so langsam war ein Ende absehbar. Für das letzte Spiel des Tages brauchten wir wieder "nur" 90 Wasserbomben pro Team und die restlichen unbefüllten Wasserbomben die noch quer in den Toiletten, dem Flur und der Küche verstreut lagen wurden immer weniger. Irgendwann kamen nach und nach die letzten Helfer aus dem Gebäude in die Sonne gekrochen und es war klar - mehr Wasserbomben als die, die noch draußen standen, gibt es heute nicht. In einem großen Ansturm versuchte nochmal jeder, sich einen Waschkorb mit Wasserbomben zu ergattern. Wer leer ausging hatte dennoch Glück. Alle sollten noch einmal nass werden, die Jugendlichen sahen es nicht so ernst und teilten gerne.
Wie nasse Hunde schüttelten sich zum Schluss alle, manch einer schnappte sich sogar ein Hadtuch. Wer etwas mithatte, zog sich schnell um, denn der schwierigste Teil stand uns noch bevor. Aufräumen. Doch Dank der Hochlarmarker Hilfe ging alles überraschend schnell. Besonders zu erwähnen ist wohl die Putzgruppe die erklärte: "Wir sind doch eh mit putzen dran..."
Während alle wischten und aufräumten, traffen sich Christian, Markus und Solvey um noch etwas dringendes zu erledigen. Schließlich wollte man ja wissen, ob sich der Aufwand gelohnt hatte. Brav wurde sortiert, gezählt und gerechnet. Wieviel hatten wir für Kohle, Würstchen, Wasserbomben und Eis ausgegeben? Blieb überhaupt noch etwas übrig? Der Zetttel füllte sich mit Zahlen. "Getränke? Die habe ich gesponsort.", erklärt Christian Kujath großzügig, als man nach dem Preis fragt. Und so wurde es offiziell. Durch den Verkauf von Wasserbomben, Eis, Würstchen und Kaffee sowie die Spenden der zufriedenen Eltern und gesättigter Grill-Liebhaber hatten wir einen Gewinn von 289,25 EUR erzielt.
Viel Spaß und Bewegung und eine bombige Stimmung - dass ist das neue Erfolgsrezept!


Ein riesiges Dankeschön an alle Helfer und diejenigen, die sich kurzfristigzu welchen haben machen lassen. Besonders geholfen hat uns die gesamte Familie Drews, die eigentlich immer an einem der Wasserhähne zu finden war, Birgit Jendral, die mit ihrer speziellen Knottechnik eindeutig die schnellste war und die Putzgruppe, die einfach immer da war, wo man Hilfe gebraucht hat.

Zu guter letzt geht ein riesiger Dank für das schöne Wetter (aber nicht nur dafür) an unseren lieben Gott!


Text: Solvey Schliffke


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